Geht gar nicht:

8. November 2009 von hostmam

Babysitter, mit denen man in diversen Mails einen Vorstellungstermin ausmacht. Erster Termin wird abgesagt wegen plötzlicher Erkrankung (um zwei Uhr morgens in der Nacht davor). Sie würde sich melden, sobald sie wieder fit ist. Trotz Nachfrage keine Reaktion mehr

Funkstille drei Monate lang.

Dann stell ich einen neue Suchanzeige online, da Lina wegen Studienüberlastung aufgehört hat.

Den Rest des Beitrags lesen »

Ein mutiger Entschluss?

7. November 2009 von hostmam

oder wirds dem Esel wieder zu wohl, dass er aufs Eis geht?

Soo gaaanz langsam fangen wir an Pläne für den nächsten Sommer zu machen. Das Töchterchen will auf alle Fälle mit diversen Freunden Interrail machen (boah…da hab ich ja noch Magenschmerzen bei dem Gedanken) und auch uns zieht es in die Ferne…

2-3 Wochen Nordengland/Schottland – so ist der Planungsstand.

Da auch Mia und Melina schon von Urlaubsplänen und Praktika im nächsten Sommer erzählt haben stellt sich natürlich die Frage der Kinderbetreuung in den restlichen drei Wochen Sommerferien und wer denn Haus/Hund einhütet. (Lina hat sich im Moment komplett ausgeklinkt – ihr Studium erfordert zuviel Zeit)

Und da tauchte der Gedanke an Sommer-Au-Pair wie Phoenix aus der Asche auf.

Bedingung aller: nur wenn sie SEHR nett ist und GUT deutsch kann. Und so fang ich langsam wieder an mir Bewerbungen anzusehen.

Und was soll ich sagen – es hat sich nicht viel geändert: immer noch wollen alle Kinder und Reisen verbinden; immer noch schreiben Französinnen nur auf Französisch (obwohl sie nach Deutschland wollen und bei guten Sprachkenntnissen „Deutsch“ angekreuzt haben) und immer noch wollen alle auf alle Fälle „sehr viel Spass“ haben.

 

 

 

 

Und plötzlich ward es Nacht….

25. Oktober 2009 von hostmam

nein damit meine ich nicht den grossflächigen Ausfall der Strassenbeleuchtung gestern abend in Kiel.

Man sollte ja meinen Ereignisse die jedes Jahr zur gleichen Zeit passieren überraschen einen erwachsenen Menschen nicht mehr.

Weit gefehlt – zumindest in meinem Fall.

Jedes Jahr bin ich wieder ehrlich überrascht, dass bald Weihnachten ist (noch 60 Tage dann ist Heiligabend!) und auch die Zeitumstellung erwischt mich immer wieder kalt.

Gerade eben war es noch ein sonniger Nachmittag und plötzlich ist es tiefste dunkelste Nacht und dabei ist es gerade mal sechs Uhr. Der grosse Sohn fängt an seinen Schulranzen für morgen zusammenzuräumen, der kleine erinnert an die Gute-Nacht-Vorlesegeschichte (nach „Eidolon“ gibt es ab heute „Septimus Heap“) und alles wirkt irgendwie spätabendlich. Abendessen fand heute ohne Murren um halb sechs statt.

Nur Ausschlafen heute früh war wieder mal nicht – die Schwiegis hatten sich vormittags angesagt und wir waren und wirklich nicht sicher welche Uhrzeit im schwiegerelterlichen Haushalt herrscht.

Den Harz hab ich mir anders vorgestellt

22. Oktober 2009 von hostmam

Nun sind wir wieder da – und was soll ich sagen? Nett wars, kalts wars – aber nett!

Von Schierke über den Brocken nach Torfhaus (15km) von dort über Königskrug nach Braunlage (12km) und von Braunlage über den Wurmberg wieder nach Schierke.

Es gab 2 Jugendherbergsübernachtungen und eine Hotelübernachtung, viel Eis und Schnee, ein lädiertes Knie (meines), diverse Rutschpartien (alle), ein Berg mit überfülltem Speisesaal der ganz altbackenen Art (Brocken), viel Wind und das Erstaunen über Menschen die einen Berg mit Gehwägelchen oder Kinderwagen erklimmen wollen. Dazu dann diverse Gaststättenbesuche bei (bis auf die berühmte Ausnahme) gastfreundlichen Menschen, die die aufgeregten/hibbeligen Kinder sehr persönlich bedient haben, einen Schwimmbadbesuch im sehr netten Hotel Hasselhof in Braunlage, zwei gewonnene Pizzawetten (gewonnen haben wir Eltern, verloren der grosse Sohn und Marie) und eine Seilbahnfahrt (hab ich erwähnt dass ich panische Höhenangst habe?). KleinerSohn hat definitiv beschlossen, dass er nie nie Skispringen machen wird und wir sind die ganze Treppe neben der Skischanze runtergelaufen.

Es gab auch noch die Erkenntnis, dass mein Rücken stabiler als mein Knie war (Göttergatte meint bei ihm wäre es eher umgekehrt), dass die Idee Kinder müde zu laufen totaler Schwachsinn war (kaum waren wir am ersten Tag in der JuHe sind die Herrschaften auf den verschneiten Sportplatz zum Schneemann bauen gegangen) und dass die Warnung, dass das Eis auf der tiefen Pfütze nicht trägt total sinnlos ist (erst der eine Sohn dann der andere bis knapp unters Knie matschignass).

Aber alle drei sind gesund geblieben, das Wetter war kalt aber sonnig und alle haben gut mitgemacht.

Achja …. wenn wir das nächste Mal wegfahren und das Töchterchen bleibt hier, werden wir ihr eine Party erlauben, vielleicht fühlt sie sich dann auch zum Gegenteil genötigt.

Das Haus war blitzeblank geputzt (verdächtig) und eiskalt (mussten wir da verräterische Gerüche rauslüften?). Aber alles ist heil geblieben und einige Vorräte wird sie demnächst vom Taschengeld ersetzen dürfen (das Essensgeld hat augenscheinlich nicht ganz für die Festivitäten gereicht und DAS ist nicht mein Problem :-) )

 

Achja – zum Titel: bis auf den Brocken war es viel untouristischer als ich dachte und bis auf einige ältere Damen mit Krücken und Gehwägelchen an der Bahnstation auf dem obengenannten Berg war auch eher unsere Altersgruppe vertreten (hej NOCH habe ich keine lilagetönten Löckchenfrisur).

Wir werden wohl im Sommer noch einmal dorthin fahren, vielleicht eher in den Ostharz, dort soll es auch einige interessante Ecken geben. Und wer bei „Wandern“ sich auch abseits von geteerten und planierten Wegen bewegen will, dem kann ich jetzt einige echt abenteurliche Wegvarianten empfehlen (z.B. Brocken über Eckerloch) – denn wo „feuchte Wegstrecke“ oder „steile Wegstrecke“ draufsteht isses auch drin. Und zuletzt noch die fast allgemeingültige Empfehlung: gute Schuhe und eine gute Karte schaden nie und helfen oft.

Erwischt!

18. Oktober 2009 von hostmam

Seit dem Umzug haben wir es noch nicht geschafft, einen vernünftigen Platz für den gelben Müll zu finden. Deshalb liegen die Säcke halt mehr oder weniger malerisch hinter den Tonnen. Und seit einiger Zeit ist der ein oder andere Sack auch aufgerissen – macht SEHR viel Spass die Löcher morgens SEHR früh wieder zuzuknoten.

Nu hab ich ihn erwischt (er war einfach viel zu laut um ihn nicht zu hören) - sozusagen auf den letzten Drücker, denn bald wird er wohl in den Winterschlaft gehen:

Igel

Was die CDU für „sittenwidrig“ hält

17. Oktober 2009 von hostmam

… könnte einem die Sprache verschlagen.

Nun mich macht es einfach wütend.

Da kommt der Herr CDU-Arbeitsminister-in-spe und Ministerpräsident des Saarlandes und verkündet mal flugs man wolle sittenwidrige Löhne verbieten. Hört sich gut an – ist es aber nicht.

Denn sittenwidrig definiert der Herr Berufspolitiker mit unter 4,50 Euro.

Dann rechnen wir doch mal : Vollzeitarbeiter mit sagen wir mal 40h (ist gar nicht mal so selten und rechnet sich so schön) * 4,3 Wochen im Monat * 4,50 Euro.

Und da kommen wir dann auf sagenhafte

774 Euro im Monat!!!!

Der Begriff der relativen Armut ist laut OECD auf 60% des Durchschnittverdienstes festgelegt.

Der Durchschnittverdienst ist laut 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung im Jahr 2005 auf real 23684 Euro/Jahr zurückgegangen. Das entspricht dann 1973 Euro/Monat. Armut wären dann 1183 Euro.

Damit ist Herr Pofalla der Meinung dass es immer noch in Ordnung ist wenn man Vollzeit arbeitet und WEIT unter der nationalen Armutgrenze landet.

Armes Deutschland!

Btw. die Gewerkschaften kämpfen seit Jahren für 7,50 Euro/h/brutto. Das wären nach der Rechnung oben 1290 Euro – brutto wohlgemerkt. Wie man davon eine Familie mit Kindern ernähren soll darf einer der Herren dann mal vormachen. Hartz IV gibt übrigens für 2 Erw+Kleinkind 897 Euro plus Mietkosten.

Wir halten fest.

Mindestlohn nach Gewerkschaftsforderung: 1290 Euro

Armutgrenze laut OECD-Definition: 1183 Euro

Hartz IV : 897 plus Miete

CDU-Definition eines noch akzeptablen Monatslohnes: 774 Euro.

Gabs da nicht mal den Spruch von Leistung die sich wieder lohnen soll?

Wenn das die Welt ist, die meine Kinder erwartet, werde ich wohl den Fremdsprachenerwerb massiv fördern und sie so früh wie möglich ins Ausland verschicken. Anderswo isses auch ganz nett…..

Oh-oh….

16. Oktober 2009 von hostmam

Nun haben wir alles geplant für den Kurzurlaub im Harz. Bleibt noch die Frage: „Winterreifen oder nicht“.

Denn der Wurmberg ist gesperrt, weil die Piste vereist (!) ist und auch auf dem Brocken liegt wohl Schnee. Unsere Jugendherberge glänzt zur Zeit mit Schneefall bei -1 Grad.

Daher hab ich heute mal flugs noch einen Satz lange Unterhosen für die Bengels gekauft und im übrigen die Mitnahme von Handschuhe und selbstverständlich Mütze angeordnet. Mal sehen, was mir noch alles einfällt – muss ja auch alles getragen werden und das dann drei Tage lang.

Aber noch behauptet die Wetterfee es würde nächste Woche wieder etwas wärmer und durchgehend sonnig werden.

Ich geb´s ja zu – ich freu mich – drei Tage lang nur laufen, futtern und schlafen. Wird das schöööön…

Drei sind einer zuviel

13. Oktober 2009 von hostmam

…zumindest wenn man einer mehr als die Standardfamilie ist.

Wir wollen einige Tage „Probewandern“ im Mittelgebirge. Aber mal abgesehen davon, dass wir etwas zu spätentschlossen sind (und zumindest eine Jugendherberge ausgerechnet JETZT die sicherlich gut gemeinte Renovierung betreibt) sind alle Jugendherbergen, Hostels, Gästehäuser und Hotels auf maximal 2 Kinder pro Familie eingerichtet. Auch Familienkarten und -angebote sehen immer maximal 2 Kinder vor.

Aber immerhin – zwei von drei Übernachtungen sind jetzt festgeklopft und die Route steht. Drückt uns die Daumen, dass die für die dritte Nacht avisierte Pension zusagt – dann steht drei Tagen Kinder-auspowern (wobei ich eher vermute dass wir hinterher ausgepowert sind und die Bande locker weitermachen kann) hoffentlich nichts mehr im Wege.

 

Und nein, dass Töchterlein kommt nicht mit – Wandern mit Eltern und kleinen Brüdern ist nicht mehr so ihr Ding – sie hütet den Hund. Aber der grosse Sohn hat seine Freundin gefragt ob sie nicht mitwill und siehe da – sie will.

Im Austausch dazu ist der grosse Sohn gerade mit Marie, ihrer Mutter und der kleinen Schwester in Dänemark – Kopenhagen erobern. Der hat´s gut.

 

Edit: Tag 2. des Kopenhagenausfluges vom Sohn ist fast vorbei und noch nix gehört – keine Nachrichten sind gute Nachrichten, oder? Ausserdem hat das Hotel bestätigt und der Gesamtpreis liegt nur knapp über der Jugendherberge – uff….

Ich halte stand!

7. Oktober 2009 von hostmam

und wenn sie mich noch so anlachen.

Es ist noch nicht kalt genug! Es hat noch nicht mal gegraupelt! Der Boden ist noch nicht mal angefroren! Die Blätter sind noch dran (trotz Sturm am Wochenende)

Und es gab noch kein  “Last Christmas“ im Radio und schon gar nicht „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ auf irgendeinem dritten Programm!

Und deshalb

deshalb

 

schleiche ich , drücke ich mich dran vorbei, gehe ich heldenhaft hocherhobenen Hauptes vorbei

am

Weihnachtsleckerkram beim Feinkost Albrecht

Noch 78 Tage bis Weihnachten (und hej ich hab schon das erste Weihnachtsgeschenk gekauft)

Lehrmittelfreiheit

5. Oktober 2009 von hostmam

In Schleswig-Holstein herrscht Lehrmittelfreiheit.

Schleswig-Holstein
vgl. § 13 SchulG vom 24. Januar 2007
(1) Schülerinnen und Schüler erhalten unentgeltlich, in der Regel leihweise,
1. Schulbücher,
2. Gegenstände, die ausschließlich im Unterricht eingesetzt werden und in der Schule verbleiben,
3. zur Unfallverhütung vorgesehene Schutzkleidung.
(2) Schulbücher sind alle Bücher und Druckschriften, die überwiegend im Unterricht und bei der häuslichen Vor- und Nachbereitung des Unterrichts durch Schülerinnen und Schüler verwendet werden. Nicht zur Verfügung gestellt werden müssen Bücher und Druckschriften, die zwar im Unterricht eingesetzt werden, daneben aber erhebliche Bedeutung für den persönlichen Gebrauch haben können.
(3) Von der Schülerin und vom Schüler können Kostenbeiträge verlangt werden für
1. Sachen, die im Unterricht bestimmter Fächer verarbeitet werden und danach von der Schülerin und vom Schüler verbraucht werden oder ihnen verbleiben,
2. Verpflegung in der Schule.
(4) Die Schulträger stellen jährlich die zur Beschaffung der freien Lernmittel erforderlichen Haushaltsmittel bereit.

(5) Das für Bildung zuständige Ministerium kann durch Verordnung Mindestbeträge für die Gewährung der freien Lernmittel nach Absatz 1 und Höchstbeträge für Kostenbeiträge nach Absatz 3 festsetzen.
(6) Der Schulträger kann in sozialen Härtefällen über die in Absatz 2 Satz 2 genannten Einschränkungen hinaus Lernmittel zur Verfügung stellen.

Soweit die Theorie…

Die Praxis sieht so aus:

 

Elternabend 3. Klasse – Endergebnis: Lektüre in Deutsch, Arbeitsbuch in Mathe und Beitrag zur Klassenkasse ->20 Euro

Ansage 5. Klasse Gymansium: Atlas ist zu kaufen (der halte schliesslich ein Schülerleben lang) -> knapp 30 Euro

Ansage 9.Klasse Realschule: Die Schüler sollen an einer „freiwilligen“ Schulveranstaltung teilnehmen und dafür ein Theaterabo für eine Spielzeit kaufen -> 40 Euro

Mal abgesehen von Fahrkosten (zumindest im Winter ist bei der grossen Tochter Bus angesagt), Stiften, Heften, Schutzumschlägen, Ordner, Klassenkassenbeiträgen, weiteren Lektüren, Arbeitsheften, Klassenausflügen, Klassenfahrten etc.

Pro Kind und Schuljahr sind das ca. 200 Euro (+ Klassenfahrt).

Kann man von der Steuer absetzen – als Ausbildungskosten weiss die Fachfrau. Dumm nur, dass Lehrkräfte und Schulen grundsätzlich keine Quittungen ausstellen. Also fehlen mir gerade für die grossen Positionen häufig die Belege.

Schöne neue Bildungswelt – speziell das mit dem Theaterabo ärgert mich. Nicht weil ich es nicht für sinnvoll halte – sondern weil es eine „freiwillige“ Veranstaltung ist, ergo keine Schulveranstaltung, sondern privat (auch haftungsrechtlich). Wer die veranstaltende Lehrkraft kennt, weiss wie freiwillig dieses „freiwillig“ ist. 40 Euro machen also mal wieder den Unterschied zwischen „engagiert“ und „uninteressiert“ beim Schüler aus.

Wie machen das eigentlich Eltern mit einem Einkommen das wirklich knapp auf Kante genäht ist?