musste Göttergatte heute bei der Deutschlehrerin von kleiner Sohn. Ich hatte das Vergnügen heute morgen um fünf Uhr zu einem Tag in unserer Aussenstelle aufbrechen zu dürfen.
Und was er sich dort anhören musste, war nicht schön. Hausaufgaben nach wie vor unvollständig und häufig gar nicht gemacht, Schulranzen nicht gut gepackt und mehrfach ist mein Sohn wohl morgens mit löchrigen Hosen erschienen. Da ist wohl massiv was an uns vorbeigegangen – zumindest die Nummer mit den Hosen hätte Marleen sehen können und müssen. Habe ich abends nach den Hausaufgaben gefragt, hiess es immer: alles fertig.
Wir hatten immer mal wieder nachgeschaut – meist war es auch ok. Aber da haben wir wohl an den falschen Tagen geschaut. Ausserdem hat kleinerSohn gegenüber den Lehrern über Sprachschwierigkeiten mit Marleen geklagt.
Als ich dann heute nachmittag reichlichst erledigt nach Hause kam, war Göttergatte mit Töchterchen unterwegs, grosser Sohn beim Tischtennis und kleiner Sohn zutiefst unglücklich.
Marleen teilte mir schon an der Tür mit, dass sie kleinemSohn für den Rest des Tages Fernseh-und Computerverbot erteilt habe, weil es Theater bei den Hausaufgaben geben würde. Damit meinte sie die aktuellen Hausaufgaben, die aber gerade jetzt fertig seien. Sprachs (natürlich auf Englisch) und rauschte in ihr Zimmer ab.
Na vielen Dank auch, darf ich erst mal reinkommen. Mal abgesehen davon, dass die HA´s NICHT fertig waren durfte ich jetzt entweder Marleen in den Rücken fallen (abgelehnt wegen unpädagogischen Folgeschäden) oder müde wie ich war, kleinemSohn erklären warum er trotz nun endlich fertiger Hausaufgaben trotzdem nicht bekommt, was er will.
Ich habe mit ihm eine Runde Labyrinth gespielt, seinen Schulranzen durchgeguckt (au weia) und ihn dann zu Marleen geschickt um mal vorzufühlen, ob sie das Verbot wieder aufheben würde. Hat sie nicht – sie hätte ihn ignoriert und weiter Sims gespielt berichtet mir 10 min später todtraurig mein Sohn.
Beim Abendessen hab ich Marleen von der Schulbeschwerde berichtet und dass die Lehrer uns mehr oder weniger ultimativ aufgefordert haben unseren Jüngsten ab sofort an der schulischen Hausaufgabenbetreuung teilnehmen zu lassen. Ausserdem haben sie uns dringend die Anmeldung an Hort oder eine „vernünftige Tagesmutter“ empfohlen.
Marleen hat also jetzt immer eine Stunde später Dienstbeginn, da ja nun auch das Schulende sich eine Stunde verschiebt. Findet sie prima – wundert mich nicht so.
Über den gemachten Haushalt (Küche war sauber, Flur gefegt, Wäsche war zumindest zusammengelegt und nasse Wäsche aufgehängt) habe ich mich übrigens auch nur bis halb sieben gefreut. Dann kamen Töchterchen und Göttergatte wieder und outeten sich als nachmittägliche Putzwiesel…
Fruuhusst… dabei hatte es wirklich soooo gut angefangen.
Nachklapp: vielleicht, vielleicht hat die Lehrerin auch gnadenlos übertrieben…dann blieben nur noch die Haushaltsunlust und die Sprachprobleme….
Schlagworte: 3-Monats-Tief, amerikanische Sitten, Au-Pair, Au-Pair Frust, Grundschule, Sprachprobleme
3. März 2009 um 22:14 |
seltsam… dabei klang alles so gut bei euch… viel glück, dass es besser wird!
(und die sims sind wirklich verhängnisvoll..)
3. März 2009 um 23:21 |
Ach, wie blöd ist das denn?!
Sie nützt euch nicht wirklich viel, oder?
Ich habe aber nicht wirklich einen Plan, wie man es besser machen könnte.
Oder ob ihr es vielleicht mal mit einer Ersatz-Oma versuchen solltet?
4. März 2009 um 11:30 |
Komisch. Ist sie denn über eine Organisation zu euch gekommen, oder privat organisiert? Zu meiner AuPair-Zeit wäre das schon längst ein Grund für ein gemeinsames Gespräch zwischen Gasteltern, AuPair und Koordinator gewesen – schon allein die Sprachprobleme. Und auch sonst gab es solche Gespräche jeden Monat, damit klare Verhältnisse herrschen.
4. März 2009 um 21:55 |
@jeanny: wenn ich meine alten Beiträge lese, klinge ich am Anfang immer sehr begeistert – irgendwie mag ich mir nicht abgewöhnen, am Anfang von allen nur das Beste anzunehmen.
@tonari: zumindest für das nächste Schuljahr basteln wir an einem Alternativkonzept mit Hort und offener Ganztagsschule als Grundbausteine
@Schussel: ne selbstgesucht, per Internetbörse, die einzige Agentur vor Ort hat bei zwei Kontaktversuchen sooo brummig/bürokratisch reagiert, dass ich dann doch wieder selbst gesucht hatte.
Nichtsdestotrotz ist ein Gespräch dringend fällig – aber mit Moderator wäre es sicher einfacher.
30. März 2009 um 21:52 |
[...] kommt zwischen 12 und eins nach Hause (wegen der Hausaufgabenhilfe die wir – remember – zwangsweise für kleinenSohn nach der Schule buchen mussten) und Sohn1 jeden zweiten Montag dank [...]