..zumindest fühlt es sich so an.
Vor vielen Jahren wars – da war klar – bei uns ist Nr.3 unterwegs. Bei anderen Eltern mag dies zu Kauforgien in Babyausstattungsgeschäften und beim Möbelschweden führen – nicht so bei uns.
Mit einem Blaulichtmann verheiratet zu sein heisst in diesem Fall – erst mal ein „sicheres“ Auto kaufen.
Sicher hiess damals „Dreipunktgurte für alle“. Und da war die Auswahl 2000 nicht sooo gross. Es gab den guten alten Bully in Variante und vielleicht noch was von Ford. Aber beides zu gross, zu unhandlich und zu teuer ….
Also fiel unsere Wahl auf den damals sehr innovativen Kangoo. Neben diversen kleinen und grossen Mängeln bot uns der Jahreswagen damals die heiss ersehnten Kindersitzanschnallpunkte und viel viel Stauraum.
Während die Mängel uns zwischenzeitlich in den Wahnsinn trieben habe ich all die Jahre den Stauraum wirklich schätzen gelernt.
Mit Hund und Au-Pair wurde auch dieses Auto irgendwann zu klein und so sind wir seit einigen Jahren stolze Besitzer eines (sehr alten) roten Fliwatüts VW-Bus…
Eigentlich wollten wir den Kangoo „gleich nach dem Umzug“ verkaufen. Aber diverse „Umstände“ haben das immer wieder verzögert.
Aber nun sollte es endlich sein und so haben wir gestern den sehr betagten Kangoo zu einem kleinen Preis in einem einschlägigen Internetportal eingestellt. Da mein Handy zur Zeit verschollen ist und die Nummer vom Göttergatten nicht sooo verteilt werden soll, haben wir uns zur Kontaktaufnahme per Mail entschlossen.
Eingestellt um halb elf Donnerstag abend
Und seitdem geht es ab:
Um Elf will Colonel William Spencer Jeffersen UNBEDINGT unser Auto kaufen. Wir sollen bitte SOFORT unsere Anzeige zurückziehen – er müsse dieses Auto unbedingt haben. Das ganze in grottenschlechtem Englisch.
Auch Mr. Roy will unser Auto und bietet als Bezahlung einen „Good bank Cheque“ – ja is klar
Er möchte jedenfalls schon mal die Abholadresse haben…
Aber das schreibt er uns gleich zweimal unter zwei verschiedenen Email-Adressen.
Hr. Tomas Lehmann hingegen kommt nicht wie der Name vermutet aus Deutschland sondern schreibt ebenfalls in Englisch – aber komplett in kleinbuchstaben schließlich muss man das in english so machen….
Auch der weltberühmte Mr. Smith braucht anscheinend dringend ein zehn Jahre altes Auto – aber weil er ja vorsichtig ist will er vorher noch mehr pics und fragt an ob uns das Auto wirklich gehöre?
StephenJack hingegen schreibt auch auf Englisch aber fragt nicht ob das unser Auto wäre (is ist your car) sondern will wissen ob ich ein Auto bin (is it you car?) – nee bin ich nicht – hab nachgeguckt – hab Füsse keine Räder.
Ich gebs ja zu – ich bin ein klitzekleines bisschen versucht , mir eine schicke kleine Junk-E-Mail-Adresse zuzulegen und zu antworten. Aber eigentlich ist mir meine Zeit dafür zu schade.
Erfreulicherweise scheint es zumindest den ein oder anderen ernsthaften Interessenten zu geben….
Schlagworte: Auto verkaufen, Autokauf, Scam
10. Juli 2009 um 20:20 |
Der Kangoo ist aber auch echt ein Wunder an Stauraum! In meiner Unistadt war ich zuletzt mehrere Jahre Mitglied in einem Carsharing-Verband und die hatten mehrere Kangoos in ihrem Fuhrpark. Und zwar in der kleinsten und daher billigsten Fahrzeugklasse, die ich natürlich immer angemietet habe. Echt gigantisch, was man in so einen alles reinbekommt! Und schön fahren ließen sie sich auch immer die Kangoos.
10. Juli 2009 um 20:23 |
ja…war/ist ein schönes Auto – schön hoch, schon gross und sogar ein Parkdepp wie ich kommt damit zurecht. Trotzdem hat er einfach für uns mindestens zwei Plätze zu wenig…
11. Juli 2009 um 16:05 |
Wow. Das Internet scheint schon der Tummelplatz für Scammer und Betrüger zu sein. Und irgendwie muss es sich wohl doch lohnen
Ist vielleicht ganz gut, dass ihr keine Handynummer angegeben habt, sonst hättet ihr die alle noch am Telefon …
11. Juli 2009 um 16:06 |
Oh … und bekomme ich auch ein Passwort, wenn ich ganz lieb frage?