Kostenlose Fortbildung für Panikforscher

4. Oktober 2009 von hostmam

Wir haben ja in Kiel das Institut für Katastrophenforschung – nein nicht eines unserer superb mit ausgewiesenen Fachleuten besetzten Ministerien – dat gibbet wirklich – guckstu hier.

Das Problem an den Katastrophen ist ja das sie meist unangekündigt kommen. Und das ist schlecht für den Wissenschaftler der ja hierzulande meist auch noch Beamter ist. Wenn der Dienstreiseantrag nicht rechtzeitig gestellt wird, bleibt die Katastrophe eben unerforscht.

Aber nun ist Abhilfe geschaffen worden – zumindest den Teil der „panikartigen Evakuierung ohne Sinn und Verstand aber pro Auto nur ein Insasse“ kann jetzt problemlos erforscht werden. Ein erster Test fand heute statt.

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Isch hab geschwänzt

1. Oktober 2009 von hostmam

nämlich den Elternabend der Grossen. Hauptthema dort: die Klassenfahrt.

Kommentar unserer Tochter: „Das Geld für die Klassenfahrt kannst Du sparen. Da geh ich lieber eine Woche in die andere Klassen als mit denen zu verreisen“

Gut – damit wäre das auch geklärt.

 

Neee… im Ernst – ausgerechnet heute hatte ich überhaupt keinen Nerv. Mal abgesehen davon, dass mich Herr Klassenlehrer schon am frühen Abend anrief um mir von den neuesten Verfehlungen der Tochter zu berichten. Sie war nämlich nicht in der angekündigten Freistunde. Wir halten fest: die Klasse hat in einer Randstunde frei, weiss dies vorher, bekommt vorher die Aufgaben und soll sie in der nächsten Stunde abgeben. Trotzdem herrscht Anwesenheitspflicht – weil sonst ja in der Statistik der Schule eine Stunde ausfällt und das sieht eben sch*** aus.

Anwesenheit nur um die Statistik zu schönen – super – da kann Mutter die Pubertantin auch gut zur Teilnahme motivieren. Dem Kind eine Bildung im Sinne von „Du tust das für Dich“ zu vermitteln kann ich bei sowas wohl knicken. Also vermittel ich ihr „Halt dich an die Regeln – auch wenn sie schwachsinnig sind“ – DAS fällt mir durchaus schwer.

 

Manchmal hab ich schon das Gefühl ich wäre genauso aufmüpfig wie das Töchterlein – auch wenn sie mich nach wie vor für „konserativ“ hält

Lauter kleine Hochleistungsgenies

30. September 2009 von hostmam

voller Elan und Tatendurst und einem unbändigen Hunger auf Grammatik, Vokabeltest und Hausaufgaben.

So sehen die „anderen“ Kinder in den Klassen unserer Söhne wohl aus. Anders kann ich mir die heutigen Elternabende nicht erklären. Beide Jungs hatten heute ihre ersten „echten“ Elternabende. Und das hiess: Göttergatte zum grossen Sohn (5.Klasse Gymnasium) und ich zum kleinen Sohn (3.Klasse Grundschule)

Nach den Veranstaltungen telefonierten wir  – beide etwas schockiert (telefonieren mussten wir weil der Göttergatte straigt vom Elternabend zum Nachtdienst gefahren ist).

Bei mir wurde 2,5h nach so Dingen wie der Notengebung im neuen Fach Englisch, der Anzahl der Klassenarbeit in Heimat- und Sachkunde und den Themen der nächsten Diktate gefragt.  Wir erinnern uns – die Kinder sind jetzt 8-9 Jahre als und haben noch knapp zwei Jahre Grundschule vor sich. Trotzdem machten einzelne Eltern deutlich den Eindruck, als würden sie jeden Tag mehrere Stunden mit ihren Kids am Schreibtisch verbringen und Diktate üben, Vokabeln abfragen und die „freiwilligen“ Arbeitsbögen in Mathe ausfüllen.

Beim Göttergatten wars wohl noch schlimmer: Aufsätze wären ja wohl nicht so wichtig wie Grammatik, warum die Kinder denn so wenig Hausaufgaben aufhätten etc…Auch hier wurde das Idealbild der Hausfraumutter die den Nachmittag mit dem Sprössling beim Vokabelabfragen und beim „Üben“ verbringt als absolutes „Muss“ verbreitet.

Hmmm….dafür dass mein Töchterlein mich neulich als „stockkonserativ“ beschimpfte (war ich stolz! wieviele 16jährige kennt ihr, die das Wort auch nur annähernd richtig verwenden ) bin ich erstaunlich wenig bereit meine Kinder und vor allen Dingen deren Kindheit komplett auf dem Altar der Wir-wollen-Leistungsträger-als-Kinder-Elternsekten“ zu opfern.

Kennt jemand irgendeine Studie aus der hervorgeht, dass die 45h-Lernwoche für 11jährige die ultimative Antwort auf alle gesellschaftlichen Probleme ist?

Und da war es wieder mein Problem von damals….

Kurzkommentar

27. September 2009 von hostmam

Bund: Auweia…

Land: o-haua-haua-ha….

Für die „Hotliner“ unter euch…

25. September 2009 von hostmam

und natürlich auch alle anderen…

Nach der ersten Vorführung im Kollegenkreis sind wir am überlegen ob wir das nicht als Pausenfüller in unseren Schulungen nehmen:

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Wie gewonnen, so zeronnen?

22. September 2009 von hostmam

Die letzten Wochen hatten sich betreuungstechnisch zu einem absoluten „Doppelwow“ entwickelt.

Zur Erinnerung: wir hatten in den letzten Sommerwochen drei Studentinnen nach und nach angestellt, alle drei mit demselben Stundenlohn versehen und auf Kinder, Hund und Haushalt losgelassen.

Und alle drei – Jule, Mia und Malina machen ihren Job grossartig. Alle drei sehr unterschiedlich, aber alle drei sehr sehr engagiert und tatkräftig. Auch die Verteilung der „Dienste“ lief weitestgehend problemlos, da ja noch Semesterferien sind.

 

Nun die Semesterferien enden nach den Schulherbstferien und der Vorlesungsbeginn wirft seine Schatten voraus. Dank der neuen Bachelorstudiengängen sind die Zeitpläne wohl deutlich enger geworden.

Jule weiss gar nicht ob sie überhaupt neben ihren 30 Wochenstunden und ihrem anderen Job noch irgendeinen Termin schafft und hat vorsichthalber signalisiert, dass sie nur noch in den Ferien oder ausnahmsweise mal zur Verfügung stehen kann.

Mia hat nur noch Montags Zeit und braucht das Wochenende auf alle Fälle auch zum Lernen.

Und Malina kann auch nur noch Montags und eventuell Mittwochs – aber nur für zwei Stunden.

 

öhhh….jaaaa….hmmmm….

Noch sind wir nicht bereit, das Modell aufzugeben. Also werden wir Mias Angebot, dass sie noch eine Freundin hat, die auch auf Jobsuche ist, annehmen. Ich bin mal gespannt, wie die Jungs nun auf die vierte Kandidatin in den letzten drei Monaten reagieren.

Verglichen mit der Situation jetzt, war die Au-Pair-Zeit ja ein Quell der Beständigkeit.

Meine Teilzeitpläne dümpeln auch noch vor sich hin, der geplante Verkauf der Abteilung rückt näher und ich hoffe dass ich zu Weihnachten die neuen Spielregeln kenne (und ich hoffe noch mehr, dass ich dann nicht den „guten alten Zeiten“ hinterhertrauern muss)

Also – es bleibt unruhig – schade denn bei beiden Jungs hat sich das neue Betreuungsmodell sehr positiv sowohl in der Schule als auch im familiären Miteinander niedergeschlagen.

Gemeinsamkeiten

19. September 2009 von hostmam

Was haben

München

Avebury in Grossbritannien

demnächst mit

Berlin

gemeinsam?

 

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Warum muss dieses Kind eigentlich ALLES ausprobieren?

16. September 2009 von hostmam

Ok, ich WEISS dass Teenager

- alles ausprobieren

- einen Sch+++ auf die Meinung der Eltern geben (zumindest manchmal)

- grundsätzlich der Ansicht sind, dass Eltern ja „überhaupt keine Ahnung haben was jetzt so abgeht“

und so weiter.

Ehrlich – ich WEISS es!! Und ich bemühe mich um Gelassenheit – viel viel Gelassenheit!

Aber das ist schwer – sauschwer.

Nun sind es die Haare: das Töchterlein ist wild entschlossen sich Dreads zu machen.

Sooo schön finde ich es nicht, kann damit aber eigentlich leben. Was ich dagegen befürchte ist dass ihre Umgebung – speziell der altmodische Teil ihrer Umgebung (= alles über 19 Jahre) sie nur noch nach ihren Haaren beurteilt. Sie nimmt sich damit meiner Meinung nach Chancen bei Lehrern, bei der Praktikumssuche, bei der Lehrstellensuche etc.

Ich weiss  dass ich es nicht verhindern kann aber ich habe ECHT Magenschmerzen damit und wenn die Haare erst mal „gezottelt“ sind gibt es ja wohl auch kein zurück, oder?

Kann mir bitte mal jemand sagen, dass meine Befürchtungen umsonst sind? Dass ich der einzige Mensch bin der bei Dreads gleich Assoziationen wie „kiffender Rastaman“ hat?  Ja ich weiss – ein Vorurteil – aber es fällt mir ECHT schwer verfilzte Haare nur als Ausdruck einer Mode zu sehen.

Bitte….

Gymnasiale Eltern und Lehrer

9. September 2009 von hostmam

… wir hatten den ersten Elternabend in der neuen 5.ten vom grossen Sohn. Um genau zu sein einen „Kennenlernabend“

Erfahrene Eltern wissen was das bedeutet: neben der Vorstellung der Klassenlehrer drohen die allseits beliebten Kennenlernspiele.

 

Nun gut, es war wirklich ganz lustig – mal abgesehen davon, dass ich im Verlaufe eines Spieles zu „Thorsten“ mutiert bin und sich alle meine Vorurteile über Männer mit weissen Tennissocken in dunklen Slippern bestätigt haben *schüttel*

Daneben gab es einen wirklich lustigen Mix zwischen Innovation und Methoden von vorgestern: einerseits sprach der Herr Klassenlehrer davon, dass er Klassenneuigkeiten am liebsten rummailt – andererseits würde es die Sachen auch mit der „Ranzenpost“ geben und die Kinder müssen auf Glockenton „die Griffel weglegen und aufhören zu schreiben“ öhhh..ja … wir warten mal ab wie sich das entwickeln wird.

 

Grosser Sohn findet die Schule nach einer Woche immer noch extrem ermüdend und ist nachmittags völlig fertig. Daneben hat sich sein Asthma wieder zu Wort gemeldet. Heute vormittag war es dann wohl soweit: Asthmaattacke in der Schule.

Wozu wir der Schule unsere Handy bzw. Diensttelefonnummer gegeben haben, weiss ich nicht. Auf einem Handy mit Rufnummerunterdrückung anzurufen und nach dem zweiten vergeblichen Läuten aufzulegen ist schon sehr erstaunlich. Bei mir hat zwar heute morgen reichlichst das Telefon im Job geklingelt – aber eine xxxx-Nummer war weder bei mir noch beim Kollegen (der meinen Telefonüberlauf abgefischt hat) zu sehen – da sind wir uns sicher.

Naja, am Ende hat die Mutter von Marie (Sohni und Marie sitzen auch nach einer Woche noch nebeneinander) unseren Häuptling „keuchendes Huhn“ mitgenommen.

Ich glaube, wir haben da noch Klärungsbedarf – eine ständige Mutter-zu-Hause-Verfügbarkeit bekommen wir jedenfalls sicher nicht hin. Wir werden wohl noch ein zusätzliches Handy anschaffen, auf dem die Schule dann anrufen kann. Wie haben Schulen das eigentlich früher gemacht?

Ansichtsache

7. September 2009 von hostmam

Bin beim Töchterchen auf Granit gebissen. Meine letzte Ermahnung endlich ihr Zimmer aufzuräumen (es lagen ich-will-es-gar-nicht-aufzählen-Massen auf dem Fussboden und auch sonstwo verteilt)  wurde gekontert mit den Worten:

„Lass mich doch, du hast ja keine Ahnung! Das ist Kunst!

Das ist wie bei Art Attack – das ist ein Grossbild und dazu musst Du einfach von gaanz weit oben gucken!“

 

Ich fürchte den Kran gibt es gar nicht, der mich hoch genug schafft damit ich die Kunst darin erkennen kann. Ok…. ich geb´s auf…;-)