Mit ‘Amerika’ verschlagwortete Einträge

Kulturschock die zweite

10. Januar 2009

„Any plans for this weekend?“ war meine – vermutlich grammatikalisch und stilistisch nicht ganz korrekte – Frage an Marleen gestern abend.

Ja – etwas shoppen wolle sie in der Stadt und ja zu Eikia wolle sie uns auch begleiten.

Also waren wir heute früh beim Möbelschweden und für mich verblüffenderweise haben sie bei uns anscheinend exakt das gleiche Sortiment wie bei ihr an der Ostküste der USA. Von wegen unterschiedlicher Einrichtungsgeschmack – da hat wohl auch schon die Globalisierung zugeschlagen.

Der Einkauf war kurz und danach folgte unser übliches wir-renovieren-ein-bisschen-Programm. Marleen hat ein bisschen gedaddelt (sie muss ein Onlinespiel zu Ende spielen, sonst muss sie es bezahlen? hääh? hab ich nicht wirklich verstanden) und dann mit uns Kaffee getrunken. Von einem Stadtausflug war nix zu sehen.

Um fünf Uhr hat´s dann endlich bei mir geklickt und ich habe sie darüber aufgeklärt, dass in Deutschland die Geschäfte Sonntags geschlossen sind.

Hat dann einen Blitzstart verursacht. Naja besser spät als nie….Ich hoffe sie findet den richtigen Bus nach Hause.

1:0 für Marleen

9. Januar 2009

Man merkt deutlich dass die Jungs eine gewisse Routine entwickelt haben, was die Einarbeitungsphase von neuen Au-Pairs angeht.

„Normalerweise“ testen sie „die Neue“ so in der zweiten/dritten Woche aus.

Marleen hat es heute (TAG 3!!) erwischt. Aber die gute Nachricht ist: sie haben verloren. Am Ende war das neue Playstation-Spiel im Schrank verschwunden (wer sich beim Spielen streitet, spielt eben nicht) und die Herren Söhne hatten eine Auszeit in ihren Zimmer verordnet bekommen (wegen dem Versuch auf Marleen loszugehen um das Spiel zurück zu erpressen)

Sie führte mir pantomimisch vor wie sie wohl dabei ausgesehen hat: ojeujeujeu… da wäre ICH auch ganz schnell verschwunden. Jedenfalls hat sie die Helden dann nach 10 min Ruhe auf ihren Zimmern wieder runter kommen lassen.

Als ich nach Hause kam, war es sehr friedlich und ruhig. Ihr glaubt gar nicht WIE gut es mir geht.

Nur kleiner Sohn beschwerte sich dass der ganze Schnee weg ist – aber das kann nicht einmal eine Supernanny ändern – oder??

Immer noch alles im grünen Bereich

6. Januar 2009

.. behaupten zumindest Göttergatte und H.

ICH musste nämlich heute arbeiten und Töchterchen war bei ihrem *wir-sind-wirklich-nur-gute-Freunde-Freund* – also auch nicht da…

Es zeichnet sich ab, dass das Hauptproblem am Anfang die Sprache werden wird. Sie hat zumindest einen Anfangsdraht zu Sohni gefunden und mit kleinerSohn gibt es ja am Anfang selten Probleme. Ihr scheint auch klar zu sein, wann und wo im Haushalt angefasst werden muss.

Auch die Tatsache, dass sie morgen „kochen“ muss scheint sie nicht zu schrecken – ok, Thymiankartoffeln sind auch nicht sooo schwierig….

Auch dass ihr Freund zu Hause alles andere als begeistert von ihrem „Ausflug“ ist, scheint noch wenig Bauchschmerzen zu bereiten – sie meinte jetzt hätte er eben mehr Zeit für sein Hobbies.

Bleibt noch das Sprachproblem…. wir werden es mit der üblichen Mischung aus viel Deutsch sprechen und die Jungs ungebremst auf sie loslassen angehen.

 

Erste Unterschiede hat sie auch schon festgestellt:

- hier dürfen Hunde mit in die Einkaufszentren

- die Autos sind meist kleiner

- es gibt hier nicht nur Lego (anscheinend in den USA bekannt) sondern auch Playmobil *grosseAugenkrieg*

Sie ist da…

5. Januar 2009

Marleen ist heute angekommen….

Erster Kommentar H. (die zu Besuch weilende Ex-Au-Pair aus Finnland) : „Erwachsen“

Erster Kommentar Töchterchen: „Pädagogin“

Weitere Erstkommentare fehlen noch  – weder Göttergatte noch ich wollen uns zur Zeit festlegen – würden aber den Erstkommentatoren nicht wirklich widersprechen wollen.

Erste Anzeichen von drohendem Kulturschock

4. Dezember 2008

Ich hatte vor einigen Tagen eine längere Unterhaltung auf MSN. Noch will sie kommen.

Hmm… das werden interessante erste Wochen glaube ich. Sie sagt sie sei vergesslich – sie würde immer die eingepackten Reste im Restaurant vergessen. DIE Sorge konnte ich ihr abnehmen.

Immerhin kann sie den fehlenden 24h-Geschäften etwas abgewinnen. Sie meint, es wäre für eine Gesellschaft nicht gut immer alles verfügbar zu haben. Aha – ich persönlich könnte zur Zeit einem Baumarkt mit Sonntagsöffnung durchaus etwas abgewinnen.

Ich bin mal gespannt, was sich noch alles ergiebt…

Entwarnung

30. November 2008

Puhhh… NOCH hat sie vor zu kommen – aber war irgendwie (?) nicht am Computer zu erreichen. Hmmm… das hatte ich anders wahrgenommen, aber sei´s drum.

Jedenfalls haben wir uns darauf geeinigt, endlich den Vertrag zu machen und ich habe ihr den Entwurf vorab gemailt… Schaun wir mal.

J. hatte allerdings damals auch erst den Vertrag unterschrieben und einige Tage nachdem der bei uns eingetrudelt war kurzfristig spontan (???) abgesagt. Ich glaub´s besser erst wenn sie am Bahnhof vor uns steht.

Immerhin war sie hocherfreut, dass ich angeboten hatte, sie schon ab Abflug USA (sie ist noch einige Tage bei Freunden im Süden) zu versichern. Purer Eigennutz – auf ein finanzielles Drama wenn die Gute sich beim Umsteigen den Fuss verstaucht, hab ich nämlich keine Lust.

Irgendwie typisch deutsch – alles und jeden zu versichern, oder. Aber immerhin sind die Amerikanerinnen die einzigen die sich konsequent für die Versicherungsfrage interessieren. Für mich schwer vorstellbar, dass es wohl weitgehend eine normale Situation ist, immer mal wieder NICHT krankenversichert zu sein. Ich glaub, ich würd mich reichlich unwohl fühlen in so einer Situation – zumal ich täglich reichlichst mit Keimträgern zu tun habe.