Mit ‘Asthma’ verschlagwortete Einträge

Gymnasiale Eltern und Lehrer

9. September 2009

… wir hatten den ersten Elternabend in der neuen 5.ten vom grossen Sohn. Um genau zu sein einen „Kennenlernabend“

Erfahrene Eltern wissen was das bedeutet: neben der Vorstellung der Klassenlehrer drohen die allseits beliebten Kennenlernspiele.

 

Nun gut, es war wirklich ganz lustig – mal abgesehen davon, dass ich im Verlaufe eines Spieles zu „Thorsten“ mutiert bin und sich alle meine Vorurteile über Männer mit weissen Tennissocken in dunklen Slippern bestätigt haben *schüttel*

Daneben gab es einen wirklich lustigen Mix zwischen Innovation und Methoden von vorgestern: einerseits sprach der Herr Klassenlehrer davon, dass er Klassenneuigkeiten am liebsten rummailt – andererseits würde es die Sachen auch mit der „Ranzenpost“ geben und die Kinder müssen auf Glockenton „die Griffel weglegen und aufhören zu schreiben“ öhhh..ja … wir warten mal ab wie sich das entwickeln wird.

 

Grosser Sohn findet die Schule nach einer Woche immer noch extrem ermüdend und ist nachmittags völlig fertig. Daneben hat sich sein Asthma wieder zu Wort gemeldet. Heute vormittag war es dann wohl soweit: Asthmaattacke in der Schule.

Wozu wir der Schule unsere Handy bzw. Diensttelefonnummer gegeben haben, weiss ich nicht. Auf einem Handy mit Rufnummerunterdrückung anzurufen und nach dem zweiten vergeblichen Läuten aufzulegen ist schon sehr erstaunlich. Bei mir hat zwar heute morgen reichlichst das Telefon im Job geklingelt – aber eine xxxx-Nummer war weder bei mir noch beim Kollegen (der meinen Telefonüberlauf abgefischt hat) zu sehen – da sind wir uns sicher.

Naja, am Ende hat die Mutter von Marie (Sohni und Marie sitzen auch nach einer Woche noch nebeneinander) unseren Häuptling „keuchendes Huhn“ mitgenommen.

Ich glaube, wir haben da noch Klärungsbedarf – eine ständige Mutter-zu-Hause-Verfügbarkeit bekommen wir jedenfalls sicher nicht hin. Wir werden wohl noch ein zusätzliches Handy anschaffen, auf dem die Schule dann anrufen kann. Wie haben Schulen das eigentlich früher gemacht?

Doch ich bedauere Dich !

3. Mai 2009

und ich leide durchaus mit ihr.

Possum  – die sich aus Zeitgründen gegen Kommentare und damit deren Bearbeitung entschieden hat – hat einen Sohn der auf Katze reagiert – und zwar heftig. Und neuerdings auch auf Pferd  – wie man hier lesen kann.

Und wenn ich das so lese, denke ich zürück – an grosser Sohns Asthmaattacken und Kratzorgien jedesmal wenn Töchterlein vom Reiten kam. Er ist schon mit Neurodermitis geboren und das Asthma hatte sich langsam schleichend im zweiten Lebensjahr zu Wort gemeldet. 

Was hatten wir nicht alles probiert – die Meerschweinchen (auf die er auch reagierte) in einen Aussenstall verbannt und diesen frostfest gemacht.  

Das Töchterlein genötigt, sich ausschließlich im Wirtschaftszimmer (das eine Tür nach draussen hatte) umzuziehen und anschließend zu duschen – das ganze natürlich kombiniert mit einem Wirtschaftszimmerbetretungsverbot für  “ Häuptling keuchendes Huhn“  

Im neuerbauten Haus nur Holzfussboden verlegt und wahre Wischorgien veranstaltet. Pollenschutzgitter an den Fenster und alle seine Sachen immer in den Trockner (um evtl bestehende Pollen auszufiltern)

Half alles nix – Töchterchen hat sich eines Tages entschlossen das Reiten aufzugeben – sie wollte einfach diese Verantwortung nicht mehr tragen – und ich bin ihr bis heute zutiefst dankbar dafür dass ich es ihr nicht verbieten musste…. und dann wurd es endlich beherrschbar.

Bis heute haben wir einen nicht unerheblichen Vorrat an Kortison im Haus, beherrschen mühelos das Laden eines Pariboys im Halbschlaf und können in jedweden Zustand Fenestiltropfen abzählen.

Es wird besser – sehr langsam – immer wieder unterbrochen von zur Zeit Birkenpollenausgelösten Asthmaproblemen – aber es wird besser…..

Nur gut wird es nie – es gibt keine bekannte Methode Asthma zu heilen…

 

Übrigens – auf Hund (und speziell unseren) reagiert er überhaupt nicht – erstaunlich nicht?

 

Also Possum – auch wenn Du das wohl nie liest – DU hast mein Mitgefühl – ich hab eine Vorstellung wie es Dir geht – aber es WIRD besser – je älter sie werden, desto fitter werden sie und umsomehr lernen sie damit umzugehen. Übrigens: wir hatten mit grosserSohn eine Kur (auf Rügen) vor seiner Einschulung – es war GROSSARTIG und hat SEHR geholfen… nur zu empfehlen

Warten auf das Urteil II

29. Januar 2009

Morgen gibt es nun die Zeugnisse und die Schulartempfehlung. Die hatte ja nun schon seit einiger Zeit ihre Schatten voraus geworfen.

Und Sohni ist nun richtig krank. Das diffuse und heftige Gehuste und Gehüstel hat sich nun doch entschlossen ein ausgewachsener Asthmaanfall zu werden.

Also war isch nischt auffe Arbeit – sondern hab auch heute abwechselnd den unfitten Sohn mit allerlei Pariboy-Aktivitäten traktiert und den zwischendurch fitten Sohn wieder ins Bett gescheucht.

Das ganze garniert mit einer Portion Kortisonzäpfchen heute nacht und einem hübschen kleinen Arztbesuch heute nachmittag.

Mal sehen wie es ihm morgen geht. Wenn/Falls er fit genug ist, kann er zumindest unter Begleitung von Marleen in der letzten Stunde sein Zeugnis abholen.

Drückt uns die Daumen – einen Plan B habe ich nämlich (im Moment noch) nicht.

Ich hätt´s nicht sagen sollen…

28. Januar 2009

dass bei uns alle pumperlgesund sind waren.

Gestern abend fing Sohni an zu husten – heute morgen ist die Lunge komplett verschleimt. Wildes Abhusten am morgen bis zum Würgen und Erbrechen ist genau das was ich morgens um sechs Uhr brauche.

Auch Marleen ist etwas angematscht – klagt über kratzigen Hals und trinkt Unmassen von Tee – aber ist wild entschlossen nicht krank zu sein.

Eigentlich hatte ich heute Dienste in der Aussenstelle – ca.1,5h Fahrt mit der Bahn von hier.

Stattdessen nehme ich das erste Mal seit langer Zeit wieder Kind krank. Sohni schläft ab und zu und dazwischen läuft der Pari-Boy. Nachher werden wir den neuen Kinderarzt um die Ecke mit einem Besuch beglücken: einmal abhören ob da schon was tief drinnen am giemen ist.

So ist Kollegä heute allein im Büro und ich werde vielleicht zumindest heute nachmittag ein bisschen Homeoffice machen (ein Hoch auf moderne Kommuniktationsmittel!)

Und heute abend wird das ganze dann von diesem Elternabend gekrönt – Göttergatte hat heute morgen schon angekündigt dass er wohl „nachkommen“ muss – weil er so lange Dienst habe. Der Glückliche!

Soo hab ich mir den Tag heute nicht vorgestellt.  Obwohl – ich hab´s jetzt nicht so weit zur Kaffeemaschine – man muss ja auch die positiven Seiten sehen.

Hoffentlich kein Zeugnis…

5. Dezember 2008

Hoffentlich verlangt Janna kein Zeugnis wenn sie uns demnächst (noch zwei Wochen!) verlässt. Dann hätte ich nämlich die Wahl zwischen ehrlich und höflich.

Ich kann ihr nicht viel vorwerfen – und will es auch gar nicht. Sie war die ganze Zeit über höflich und bemüht. Fast immer pünktlich und auch ihr Deutsch hat sich sehr verbessert.

Leider fehlte die ganze Zeit über eine gewissene Begeisterung für den Umgang mit Kindern an sich. Sie hat sie halt „abgearbeitet“ – halbwegs Pflichtbewusst – aber ohne Begeisterung und Initiative. Ob sie mit dem Hund redet oder mit den Kindern – ihr Tonfall ist immer der gleiche – in jeder Situation zu jeder Tageszeit. Dazu kam noch dass sie in einigen Bereichen völlig kritikresistent war. Oder wie unsere Tochter es formuliert „Die merkt die Einschläge nicht“ Ich glaube nicht, dass sie begriffen hat dass es einen Unterschied macht, ob ich Kinder betreue oder im Coffeshop arbeite. Die Besserung vor einigen Wochen war nur kurzer Natur. Aber sie will ja Zahnärztin werden (Begründung: ihr Tante ist Zahnärztin und sagt das wäre der tollste Beruf der Welt – aha!)

Alles in allem war es wohl ok. Allerdings hat sie es heute mal wieder geschafft *grossenSohn* bei einem Asthmaanfall konsequent dichtzuquatschen. Das hat nicht wirklich geholfen…Göttergatte hat ihn wohl bewachen müssen. Jetzt ist er erstmal mit ihm zum Hausarzt gefahren. Seit dem Umzug haben wir auch keinen Kinderarzt mehr. Vor drei Jahren hatte unser Kinderarzt seine Zulassung zurückgegeben – seitdem hatten wir Kleinkram vom Dorfdoc machen lassen und die grossen Katastrophen (=Asthmaanfälle) sind sowieso im Krankenhaus gelandet..

Aber nun wird es Zeit, dass wir diesen Zustand beenden und endlich wieder einen gescheiten Kinderarzt finden. Man sollte meinen ein beherrschbares Problem…

Aber ich hab weder Meinung mir anzuhören, dass wir den Hund abschaffen sollen (NEIN, er ist definitiv nicht allergisch auf Hund) noch möchte ich irgendwelche Wässerchen und Kügelchen für ihn verschrieben haben.

Der goldene Mittelweg wäre es halt….Nicht einfach und nicht schnell zu finden…

Lieber Besuch und Schreck in der Nacht

24. November 2007

Vorletzte Woche waren dann „die Finnen“ da. L. aus Westfinnland war unsere diesjährige Sommeraupair und hat ihren Freund mitgebracht. Der war SEHR finnisch = nett, blond, redet wenig und ist Eishockey-Fan

Aber es war ein wirklich netter Besuch. Wir haben natürlich wieder das ganze Familienleben auf Englisch umgestellt und ich bin doch immer wieder erstaunt wieviel speziell die Jungs verstehen…. – und natürlich auch ein bisschen stolz.

Aber ein bisschen ist mir natürlich auch aufgefallen, wie unterschiedlich reif die beiden „großen“ Mädchen sind. Beide sind fast genau gleich alt (19) und trotzdem ist L. um Jahre weiter als Cl.

Wir hatten zum Beispiel überlegt wie die beiden Finnen am Ende ihres Aufenthaltes nach Hamburg kommen, wo sie noch zwei Tage Sightseeing machen wollten (und vermutlich reichlich Shopping). Ursprünglich war mal Bahn geplant aber letzte Woche stand ja auch noch der Bahnstreik im Raum. Also hatten wir angeboten, sie nach Hamburg mit dem Auto zu bringen. Leider hatte Göttergatte an dem Samstag Dienst und ich bin wirklich nicht der König aller Autofahrer (Hamburg + Samstag + Innenstadt + keine Ortskenntnis + nix Navi = komplette Katastrophe!!) Wäre auch nicht nötig gewesen, da L. von sich aus angeboten hatte, dass ich sie „irgendwo in Hamburg bei einer Metro oder einem Bahnhof rauslassen“ soll – sie kämen dann schon weiter…. Nettes Angebot, (immerhin sprechen beide kein Wort deutsch und nur L. versteht etwas deutsch) -dann nicht wirklich notwendig da Bahnstreik rechtzeitig beendet.

Szenenwechsel: Cl. ist vorgestern nach Paris geflogen – zwei Tage Freunde besuchen (nur mit einem Handtäschchen aber dafür in Superleicht-Sommer-Schühchen – auf DEN Schnupfen bin ich ja gespannt!). Geplant war dass ich sie SEHR früh morgens mit dem Auto in die Stadt zum Flughafenzubringerbus fahre – der dann direkt vor dem richtigen Terminal hält. Eigentlich kein Problem. Leider hat sich dann Sohn Nr. 1 entschlossen einen extrem heftigen Atemnotanfall zu bekommen (und wir sind da eigentlich einiges gewohnt), der dann nachts um 2 mit Rettungswagen und Kinderklinik endete (er ist aber seit heute wieder zu Hause – Kortison sei Dank!!). Mademoiselle hat es vorgezogen, nichts von dem Chaos mitzubekommen – war auch ok. ABER: ich hatte Töchterchen noch schnell (bevor wir mit dem R-Wagen mitfuhren) instruiert, sie möge sich bitte um Sohn Nr.2 kümmern und wenn wir nicht rechzeitig für den Fahrdienst für Cl. da wären, möge sie ihr bitte ein Taxi zum Bus organisieren.  Ich war rechtzeitig wieder da, hatte dann das Vergnügen, Cl. bei den Vorbereiten der Reise (= hektisches sinnloses und SEHR lautes Rumrennen im Haus) zu besichtigen und hab sie zum Bus gefahren. Auf dem Weg dorthin erklärte sie mir dann, dass sie einen Taxitransfer zum Bus „gehasst“ hätte, da sie ja mit „Fremden“ hätte fahren müssen und überhaupt es nicht mag, wenn sich Dinge ändern…

HALLO? Sie spricht locker gut genug Deutsch um „Zum Busbahnhof“ zu sagen und von „Gepäckproblemen“ kann ja wohl auch nicht die Rede sein. Und ein bestellter Taxifahrer stellt ja wohl auch kein Sicherheitsproblem dar, oder? Dass sich diesen Krankenhausausflug keiner ausgesucht hat, um sie zu ärgern, scheint irgendwie an ihr vorbeigegangen zu sein.

Oder geht es hier nur darum, das Mademoiselle keine Lust hat sich um ihre eigenen Sachen zu kümmern? Sie war ja schon reichlich genervt, dass ich sie nicht die 100km zum Flughafen gefahren hab.- dass ich Freitags eigentlich arbeiten muss scheint da wohl nicht zu zählen – schließlich wäre der Bus ja sooooo teuer – klar unser Auto fährt nur mit Luft und gutem Zureden, oder?

Das einzige „lustige“ an dieser Aktion war, dass sie Töchterchen nachts dann noch gefragt hat, ob „Sohn Nr.1 jetzt operiert wird im Krankenhaus?“……. Ich wünsche der ausbildenden Klinik schon jetzt viel Spass …. sie will nach ihrem im Herbst abgebrochenen Medizinstudium jetzt Kinderkrankenschwester werden…..und Töchterchen hatte ihr erzählt das Brüderchens Asthma manchmal im Krankenhaus endet… 

Wir hätten die Bewältigung einer solchen Notfallsituation sowohl S. aus Kiwiland und auch L aus Finnland zugetraut. Selbst Töchterchen hätte wohl rechtzeitig den Rettungsdienst gerufen. Nur Cl. reagiert auf jede Art von medizinischen Problem am liebsten mit „wenn ihr Hilfe braucht -ich bin in meinem Zimmer“ und schwupps ist sie weg und die Tür ist zu.

Göttergatte und mir ist jedenfalls klar geworden, dass wir unseren Traum vom nur-wir-zwei-fahren-ein-Wochenende-allein-weg wohl auf das Frühjahr (und die nächste Au-Pair) verschieben müssen. **seufz***