… dann ist das in unserem Fall „HAUSSCHWAMM“.
Was gestern noch ein sehr heftiger Verdacht unserer Zimmerleute war, hat sich heute „dank“ eines Gutachters bestätigt.
Der gesamte untere Teil des Dachstuhl im „Altbau“ ist durch Schwamm zerstört.
Das heisst für uns das wir heute den Dachraum geleert haben und das Zimmerchen in der Gaube in dem wir bislang geschlafen haben, wieder ausgeräumt haben. Da dort seit heute auch alle Ziegel fehlen, dringt die Feuchtigkeit nun auch schon durch die Decke – die Tapeten sind nass und ich habe Eimer und Handtücher ausgelegt.
Morgen wird das gesamte Dach abgeräumt um die Last zu verringern und mit Planen eingedeckt. Dann sollen die Balken Stück für Stück ausgetauscht werden. Die Mauern auf denen die Balken auflagen, werden abgetragen bis ein Meter „gesundes“ Mauerwerk da ist.
Da in der zweiten Gaube im Obergeschoss das bislang einzige Bad liegt, hat unser Fliesenleger heute mit Hochdruck das untere Bad verlegt.. Morgen verfugt er und Freitag soll es fertig gestellt werden. Dann „kann“ auch die zweite Gaube abgerissen werden und wir haben dann im oberen Bad ein 3m x 3m Loch. Immerhin werden wir so wohl die hässliche gelbe Deckenverkleidung los!
Wenn wir gaaanz viel Glück haben, müssen wir die Zimmer der Jungs nicht abbauen – aber wer weiss.
Janna hat trotz mehrer Erklärungen anscheinend nicht wirklich mitbekommen was da auf uns alle zukommt – wie auch – ihre Eltern wohnen mit ihr in dem gleichen Haus seit sie geboren ist. Niemals umgezogen, niemals ernsthaft umgebaut etc…
Sie war aber sichtlich angenervt, als ich sie gebeten habe, den Besuch zweier Freundinnen Mitte November zu canceln. Ihr Freund kommt schon nächste Woche – da werden wir dann wohl irgendwie improvisieren – für eine Absage ist es wohl zu spät.
So werden wir im schlimmsten Fall nur die Küche, das völlig vollgepackte (und ich meine wirklich VÖLLIG vollgepackt!) Wohnzimmer, das hoffentlich neue kleine untere Bad und Töchterchens Zimmer für uns Fünf haben. Das Elternschlafzimmer werden wir jetzt versuchen am Wochenende fertig zu bekommen (es hat immer noch keinen Fussboden!) und Jannas Zimmer ist eine einzige Insel der Ruhe und Beschaulichkeit.
Allerdings wird es das auch bleiben müssen, denn das letzte was ich jetzt gebrauchen kann ist eine abreisende Au-Pair….und wenn Janna eins nicht ist, dann eine Improvisationsgöttin…
Drückt uns die Daumen, dass uns morgen nicht noch weitere „Überraschungen“ erwarten.